Brainspotting

 

Diese moderne Technik stammt ebenfalls aus den USA und bringt traumatische Erinnerungen und andere Belastungen mit Blickrichtungen in Verbindung. "Where you look affects how you feel" sagt der Begründer Dr. David Grand, der in New York lebt und arbeitet. Viele Erfahrungen mit Traumabehandlungen sammelte er im Zusammenhang mit den Opfern, Angehörigen und Augenzeugen von 9/11. David Grand vollzog einen Teil dieser Therapien im Zuge der nationalen Katastrophe kostenfrei.


Brainspots

Indem bestimmte mit dem negativen Zustand oder Gefühl korrespondierende Blickrichtungen eingenommen werden, ergibt sich gleichzeitig eine emotionale Lösung und Integration der ursprünglichen Problematik. Dies funktioniert über eine direkte Wirkung auf das Gehirn bzw. das Gehirnareal, das mit dem Blickpunkt korrespondiert. Oft ergibt sich eine Kette von Retraumatisierungen, die schließlich zum Ursprungstrauma führen. Dieses zu lösen kann besonders wichtig sein. Lisa Schwarz, eine Psychotherapeutin aus Pennsylvania, ist eine weitere führende Brainspotting-Expertin. Sie ergänzte die Methode durch Ego State Arbeit, die ebenfalls mittels Blickrichtung direkt neurologisch und neuropsychologisch relevant wird. Übersetzten könnte man dies als "Innere-Kind-Arbeit".


Traumatherapie

Die Bedeutung der Traumatherapie wurde in der herkömmlichen Psychotherapie meist unterschätzt. Eine Vielzahl dieser schockhaften Erfahrungen ist unbewusst oder frühkindlich, und nur über sehr spezielle Methoden (wie diese) auflösbar. Sehr häufig geht es gar nicht um Mord, Totschlag, Naturkatastrophen etc., sondern um frühe Beziehungstraumata, denen praktisch jeder ausgesetzt war. Dies war auch eine Frage des Erzeihungsstils, den die meisten heute lebenden Erwachsenen noch "genossen". Für die Emotionalität eines Kindes war vielfach kein Platz. Wahrscheinlich ist ein Aufwachsen gänzlich ohne schockhafte Erfahrungen zwar gar nicht möglich (es genügt ein kleiner Unfall, wie ihn Kinder öfter mal erleben), das eigentliche Trauma entsteht aber dadurch, dass das Kind mit seiner Erfahrung allein geblieben ist, ohne Hilfe, Nähe, Trost, Unterstützung oder zumindest Erklärungen von seinen nahen Bezugspersonen zu erhalten.

Viel mehr Informationen zur Methode finden Sie auf:

http://www.traumafokus.com/home.html

 

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